Pompöse Ignoranz der Menschenrechte
So eine bombastische Eröffnungsfeier gab es bei den Olympischen Spielen wohl noch nie. Bis ins letzte Detail durchgeplant, choreographiert, beleuchtet – und zig Milliarden teuer.
Klar waren die Darbietungen imposant. 2.000 Tänzer, die sich völlig synchron bewegen und ihre Figuren vorführen sind sehr eindrücklich. Auch die 360-Grad Leinwand rund ums Stadion sorgte für offene Münder.
Trotzdem ist mir bei dieser Zeremonie fast schlecht geworden! China tritt die Menschenrechte mit Füssen, zensiert Presse und Internet und verhängt tausendfach (und teilweise unter widrigen Umständen) die Todesstrafe. Auch eine glanzvolle Eröffnungsfeier kann davon nicht ablenken.
Die Spiele zu boykottieren bringt nichts – China hätte niemals den Zuschlag bekommen dürfen! Nie und nimmer.
Sobald die Olympischen Spiele vorbei sind, wird die Welt wieder wegschauen – und die Menschenrechtler und Aktivisten wieder die volle Härte des Systems spüren. Es ist zum Kotzen, und zum Heulen…
Tags: China, Menschenrechte, Olympia
Am 10. August 2008 um 23:01 Uhr
Am 11. August 2008 um 06:25 Uhr
Am 11. August 2008 um 20:45 Uhr
Am 12. August 2008 um 19:23 Uhr
Am 12. August 2008 um 19:30 Uhr
Am 12. August 2008 um 20:38 Uhr
Am 13. August 2008 um 06:18 Uhr