Wolfgang Michels: zuhause

[Trigami-Review]

Lange gab es nichts Neues von deutschsprachigen Liedermachern. Die Zeiten von Marius Müller-Westernhagen sind leider lange vorbei, Peter Maffay und Konsorten fand ich noch nie dolle und Rio Reiser ist längst tot.
Abhilfe schafft hier das neue Album „zuhause“ von Wolfgang Michels, welches in diesen Tagen auf den Markt kommt.

Wolfgang – wer?! Michels! Bereits 1968 mit 16 Jahren startete Wolfgang Michels seine Musikkarriere und veröffentlichte seitdem eine stattliche Anzahl Tonträger – mal solo, mal in diversen Formationen und auch unter verschiedenen Pseudonymen. In den 1980ern kam es sogar zu einer Zusammenarbeit mit Rio Reiser, der damals noch Sänger der Ton, Steine, Scherben war.
Ich hatte ehrlich gesagt bis vor Kurzem noch nichts von Wolfgang Michels gehört, die Umschreibung der neuen CD klang aber sehr vielversprechend – daher wollte ich diese unbedingt einem Review unterziehen… 😉

Auf der mir vorliegenden Promotions-CD sind zwar nur zwei Lieder enthalten, aber diese Stücke haben es in sich! Der Opener „sehnsucht“ rockt und geht richtig ins Ohr. Flockiger Mitwipp-Rock mit deutschen Texten – das gab es länger nicht mehr. Wenn das vollständige Album in der Art weitergeht, ist die Scheibe schon so gut wie gekauft.
Der zweite Song „jemand wie du“ schlägt etwas andere Töne an. Südländisch angehaucht wird hier eher Urlaubsfeeling vermittelt. Trotzdem nicht weniger interessant und mittlerweile gefällt mir der Gesang und die Stimme von Michels richtig gut. Endlich wieder ein deutscher Liedermacher, dessen Texte ins Ohr gehen und sich im Kopf festsetzen!

Die Plattenfirma schreibt zum Album:

Das Album ist am Puls der Zeit, aber frei von modischen Allüren. Der Sound reicht von bittersüß und fragil bis zu druckvoll und psychedelisch. Es finden sich Beatles-Zitate, Anklänge an die Doors, an REM oder Passagen, die einem Tarantino-Film gut zu Gesicht stünden. Michels öffnet sich mit seiner Band aber auch gezielt jungen Einflüssen, so wirkte zum Beispiel Kim Frank an dem Album mit. Michels’ Songs sind immer gelebtes Leben. Und so klingen sie auch: knarzend, kratzend, atmend – es lebt einfach.

Auf der Website http://www.wolfgang-michels.de gibt es weitere Infos, Soundschnippsel und Videos – die Beatles-Anleihen finden sich in den Tonbeispielen tatsächlich wieder. Auch bei http://www.myspace.com/wolfgangmichels gibt es Songs zum Anhören.

Endlich traut sich mal wieder ein deutschsprachiger Liedermacher auf den Markt und liefert eine flockige Deutschrock-CD ab! Die Musik lässt niemanden stillhalten und die Texte sind eingängig. Westernhagen ist tot – hier kommt Wolfgang Michels.

PS: Das Foto von Michsels ist über 20 Jahre alt (1985 von Jim Rakete aufgenommen) – aber so lässig schaut der nie wieder in eine Kamera… 🙂


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Ein Kommentar zu “Wolfgang Michels: zuhause”

  1. rogerrabbit

    werde mal reinhören



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