U S of A – ein Nachruf, Teil 1

OK, mein Urlaub ist vorbei und der Alltag hat mich wieder, die Fotos der Tour sind online und ich versuche mal alle Eindrücke etwas geordnet in Worte zu fassen und aufzuschreiben.

USA-Tour 2007 Insgesamt fand ich die Reise sehr schön und eindrücklich (die „Horrorgeschichten“ passierten alle vor meiner Ankunft) und werde sicher nochmal den einen oder anderen Trip nach Amerika unternehmen – der Osten ist mir noch völlig unbekannt und auch im Südwesten gibt es noch einiges für mich zu entdecken. Da ich jedoch den Ami an sich und vor allem die Politik des Landes überhaupt nicht begreifen kann und will, werden sicher noch einige Jahre vergehen, bevor der nächste USA-Urlaub in die Planungsphase geht. Vielleicht wird aber auch mit dem nächsten Präsidenten alles besser und die nächste Reise kommt schneller als ich denke. Mal schauen…

Genug der harschen Worte, los geht’s mit dem ersten Teil der Erzählungen… 🙂

Do., 19.07.07: Flug D’dorf – Las Vegas
Da ich bislang nur regelmäßig nach Frankfurt, Düsseldorf oder Köln geflogen bin und mein 3stündiger Flug nach Griechenland auch schon einige Jahre zurückliegt, war ich auf eine Flugzeit von gut 10 Stunden sehr gespannt. Würde ich schlafen können? Ist das Essen gut? Kann man auf 12.000m Höhe ungestört pinkeln? Werde ich coole Sitznachbarn haben?
Vor allem letzteres wurde schnell beantwortet, da ich eine sehr nette Münchnerin kennen lernte, die unterwegs zu ihrem Bruder nach Chicago war. Wir quatschten über alles mögliche, regten uns über den Startabbruch wegen eines defekten Ventils auf (+2 Stunden Flug- bzw. Wartezeit!), beäugten alle anderen Passagiere kritisch und tranken einige Vodka-RedBull. An Schlaf war also nicht zu denken, aber die Flugzeit verging dadurch ziemlich schnell und ich kam gut gelaunt (und etwas betüddelt) in Vegas an. Da ich als einer der ersten aus dem Flieger kam, stand ich ganz vorne in der Schlange der „Einwanderer“ und konnte die Prozedur (Fingerabdrücke und Foto nehmen) schnell hinter mich bringen. Da war ich also in den U S of A – und wurde von den 45° nebst heißem Wüstenwind fast erschlagen…

Fr., 20.07.07 – Sa., 21.07.07: Las Vegas
Las VegasLas VegasWikipedia… Stadt der Casinos und Hotels, der Seen und Wasserspiele mitten in der Wüste, der Superlative und der Verschwendung, Glanz und Gloria.
Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen. Es ist alles unfassbar und fast unwirklich, aber wenn man einmal die Glitzerpaläste gesehen hat – hat man sie eben gesehen… 🙂 Bemerkenswert war noch meine riesige Hotel-Suite, die in der ersten Nacht 60,- Dollar, in der zweiten 120,- Dollar und in der dritten unglaubliche 220,- Dollar gekostet hat! Da in der dritten Nacht meine Reisebegleiterinnen Carolin und Jenny nach 14 Tagen „Abenteuer-Camping-Urlaub“ auch in Vegas eintrafen, wurde die Miete zum Glück aufgeteilt.

So., 22.07.07: Las Vegas – Valley of Fire – Zion Nationalpark
Valley of FiresVon Vegas ging es dann per Auto zum Valley of FireWikipedia, wo wir einen kurzen Foto-Stop einlegten. Die Landschaft ist einmalig! Sehr schön, sehr rot, sehr trocken – und sauheiss, sodass wir im klimatisierten Wagen bald weiter Richtung Zion-NationalparkWikipedia fuhren. Im Zion schlugen wir dann unser Zelt auf (die einzige Camping-Nacht zu meiner Zeit der Tour!) und erkundeten den Park im kostenlosen Shuttlebus.
Ausser feiernden Mexikanern in den Zelten nebenan (die wegen eines verbotenen Lagerfeuers am nächsten Morgen aus dem Park geschmissen wurden) gab es keine besonderen Vorkommnisse und wir schliefen halbwegs gut in unserem kleinen Zeltchen.

Mo., 23.07.07: Zion Nationalpark – Bryce Canyon – Lake Powell – Page
Unterwegs zum Bryce CanyonVon Zion ging es dann weiter zum Bryce-Canyon-NationalparkWikipedia, wo wir ebenfalls wieder Foto-Stopps einlegten und uns im Visitor Center mit dem nötigen Hintergrundwissen versorgten. Irgendwie merkte ich allerdings hier schon, dass sich die verschiedenen Canyons und Nationalparks gar nicht soo grossartig unterscheiden… 😉
Weiter ging es zum Lake PowellWikipedia und dem Glen-Canyon-StaudammWikipedia und schließlich zur Übernachtung in ein Motel nach Page, wo wir von sintflutartigen Regenfällen überrascht wurden. In den Nachrichten hörten wir noch etwas vom „Arizona Monsun“ und weggespülten Strassen, aber all das lag zum Glück in unserem Rücken und jeweils 1-2 Tage hinter uns.

Di., 24.07.07: Page – Grand Canyon – Kingman
Grand CanyonVon Page ging es weiter zur Mutter aller Canyons, nämlich zum Grand CanyonWikipedia – immer verfolgt (und manchmal überholt) von leichteren bis stärkeren Regenfällen. Da die Unwetter am Horizont aber weit aus schlimmer aussahen, waren wir jeweils halbwegs beruhigt.
Der Grand Canyon ist zwar definitiv beeindruckend, allerdings hatte ich leider zu diesem Zeitpunkt schon eine kleine „Sandsteinfelsen-mit-Spalten-und-Rissen“-Überdosis und konnte der „kleinen Ritze“ im Boden nicht allzu viel abgewinnen. Da fand ich die Autofahrt mit den wechselnden Landschaften und die Übernachtung in einem Trucker-Hotel in Kingman sehr viel spannender… *g

Mi., 25.07.07: Kingman – Las Vegas – Los Angeles
Von Kingman war es dann nur noch ein Katzensprung zurück nach Las Vegas, allerdings gab es kurz vorm Hoover-StaudammWikipedia noch eine Zwangspause aufgrund einer „Random Inspection“ der Homeland-Security. Da wir anscheinend doch nicht wie Terroristen aussahen (bzw. im Kofferraum und im Gepäck keine Bomben gefunden wurden), durften wir die Reise nach Vegas fortsetzen, wo wir uns von Jenny, unserer amerikanischen Begleitung verabschieden mussten. Ihre 3 Wochen Ferien waren zu Ende und zuhause in Seattle gingen die Uni-Vorbereitungen wieder los.
Nur noch zu zweit wollten Carolin und ich anschließend per Greyhound-Bus weiter zum 5 Stunden entfernten Los AngelesWikipedia – allerdings wurden aufgrund einer defekten Klimaanlage über 8 Stunden daraus. Schon paradox: Wegen der ausgefallenen Klimaanlage „durfte“ der Bus nicht weiterfahren, stattdessen harrten wir 3 Stunden in der glühenden Mittagshitze aus und warteten auf einem Parkplatz grad außerhalb von Vegas auf den Ersatzbus. Dass wir in der Zeit fast bis L.A. gekommen wären, interessierte die Busfahrerin nicht… Grrr!

Mit der ersten Nacht in L.A. ging schließlich meine erste Woche der USA-Tour zuende – und auch der erste Teil des Reiseberichtes… 🙂

Stay tuned für Teil 2!



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