hotel.de – einfach günstig auf der Strasse stehen. Fast.

So lautet natürlich nicht der Claim der Hotel-Suchmaschine, aber so interpretiere ich ihn nach meiner Berlin-Reise vor 3 Wochen, wo ich zwar nicht auf der Strasse stand, aber trotzdem alles andere mit meiner Hotel-Reservierung mehr als schief lief…

Reserviert hatte ich die Unterbringung in einem Berliner Hotel am Kurfürstendamm bereits 7 Monate (!) vor Antritt der Reise und mir so einen „Frühbucherrabatt“ gesichert. Da ich selber weiss, wo 7 Monate alte Reservierungen landen können (ich sag nur Ablage P), fragte ich am Vortag der Abreise telefonisch nach. Ich bekam die Auskunft, dass mit meiner Reservierung alles in Ordnung wäre und so machte ich mich am nächsten Tag auf nach Berlin.

Im Hotel angekommen bekam ich die Auskunft, dass das Hotel mehrfach überbelegt sei und man daher kein Zimmer für mich übrig hätte. Ich bekam etwas weiche Knie und antwortete, dass meine Reservierung bereits 7 Monate her ist und ich obendrein am Vortag per Telefon ein OK bekommen hätte! Der Typ am Tresen zuckte die Schultern und meinte lapidar, dass er mir auch am Vortag bereits eine Absage erteilt hätte, wenn er denn anwesend gewesen wäre.

Ok, soweit, so schlecht… Aufmunternd grinste mich das Männlein an und erklärte mir, dass für alles gesorgt sei und ich ein Zimmer in einem anderen Hotel bekommen würde – einfach ein paar Strassen weiter. Das Personal dort wäre informiert und das Hotel an sich vergleichbar.
Mir blieb natürlich nichts anderes übrig, als mich auf den Weg ins andere Hotel zu machen. Dort wurde ich sogar erwartet, da am Vortag (!) eine Fax-Ankündigung über meine „Umbelegung“ reingekommen wäre. Wahrscheinlich hatte man im ersten Hotel nach meiner telefonischen Anfrage am Vortag hastig eine neue Unterkunft gesucht. Hätte ich nicht angerufen, hätte ich wohl wirklich auf der Strasse gestanden…
Auf jedem Fall wollte man im „Ersatz-Hotel“ (natürlich!) zuerst nichts von meinem Frühbucher-Sonderpreis wissen, allerdings klärte ein Telefonanruf (mal wieder) die Situation.

Im Endeffekt war das zweite Hotel wahrscheinlich ein Glückgriff, denn es entpuppte sich als ziemlich schnuckeliges Teil und lag obendrein noch etwas verkehrsberuhigter. Allerdings finde ich es eine Frechheit, dass eine 7 Monate alte Reservierung „verschütt“ geht und ich trotz telefonischer Nachfrage nicht über eine Überbelegung informiert werde.
hotel.de scheint sich auch nicht wirklich für den Fall zu interessieren, denn meine Beschwerde wurde zwar ans Hotel weiteregereicht – auf eine Antwort, Erklärung oder gar Entschuldigung warte ich allerdings bis heute.
Ich werde zukünftig nicht mehr über hotel.de reservieren, sondern mich selbst um die Hotel-Recherche kümmern. Für Berlin habe ich ja nun schon ein Hotel auf der Liste… 🙂



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10 Kommentare zu “hotel.de – einfach günstig auf der Strasse stehen. Fast.”

  1. phonebitch

    Bei http://www.hotelblogger.de/ wird dir bestimmt geholfen. Der kennt sich damit aus. Bestimmt. Versprochen 😉


  2. Meik

    Kleiner Tip: Selbstgemachte Reservierungen landen auch manchmal in der Ablage P … :-/


  3. theFRAGGLE

    Logisch, aber so kann ich’s halt auf hotel.de schieben… 🙂 Ist ja sonst langweilig, einfach nur das entsprechende Hotel zukünftig zu meiden…


  4. Hotelblogger

    Nun gut, das ist wohl ein Fall für Superblogger!

    Darf ich mal ganz dezent fragen, ob Du jemals eine schriftliche Reservierungsbestätigung erhalten hast? Wenn ja, hast Du sie auf die Reise mitgenommen?


  5. theFRAGGLE

    Selbstverständlich! Bestätigungen gingen sowohl von hotel.de als auch vom Hotel selber per Fax und eMail rum…


  6. Hotelblogger

    Und es war auch eine „garantierte Reservierung“? D.h. nicht sowas wie: „Wenn Sie nach 18 Uhr anreisen, verfällt Ihre Reservierung?“

    Kann eigentlich nicht, denn in dem Fall hätte sich das Hotel keinen Kopf um Deine weitere Unterbringung machen müssen. Ich frag nur der Vollständigkeit halber 😉


  7. theFRAGGLE

    Im Gegenteil! Ich hatte per Fax vereinbart, dass ich sogar schon vor 16 Uhr anreise und habe diesbzgl. eine Bestätigung per Fax bekommen – 7 Monate vor Reiseantritt. Selbst am Vortag hat man mir ja am Telefon noch bestätigt, dass alles i.O. wäre. Seltsam ist nur, dass am besagten Vortag das andere Hotel dann angefragt wurde – kurz NACH meiner telefonischen Nachfrage… 🙂


  8. Hotelblogger

    Dann kann ich jetzt endgültig sagen, dass ich voll auf Deiner Seite stehe. Vor allem verstehe ich das abweisende Verhalten des Empfangsmitarbeiters im ersten, Deinem ursprünglichen Hotel nicht, und finde es seltsam, inakzeptabel und ehrlich unerhört.

    Es kommt vor, dass man Gäste „walken“, d.h. in einem anderen Hotel unterbringen muss. Dann sind die betroffenen Gäste aber welche, die man mit besonderen Samthandschuhen anfasst, weil sie ja eine andere Dienstleistung bekommen, als sie ursprünglich bestellt haben.

    Manchmal kommt es zwar vor, dass sie dadurch in ein Haus höherer Klasse kommen (weil nix anderes mehr frei war), trotzdem sollte auf jeden Fall schon für alles gesorgt sein: Transfer zum anderen Hotel auf Kosten des Hauses, und dort sollte ebenfalls schon korrekt Bescheid gegeben sein.

    Natürlich zahlt der Gast für all das nix drauf, schliesslich ist er ja nicht Schuld an der Situation. Hotel A schickt Hotel B eine Kostenübernahmeerklärung für alle Kosten, die über Deinen ursprünglichen Preis hinausgehen. Tun sie das nicht, sind sie doof.

    Wie es dazu kommen kann, dass weniger Zimmer als Gäste da sind? Reiseveranstalter haben feste Kontingente an Zimmern, die für sie reserviert sind. Oftmals schöpfen sie diese Kontingente gar nicht aus. Diesen Erfahrungswert nutzen die Hotels und belegen Zimmer aus diesen Kontingenten schonmal mit anderen Reservierungen, um nicht nachher leere Zimmer durchschleppen zu müssen.

    Wenn dann doch alle Zimmer aus diesen Kontingenten von TUI, Dertour, Ameropa oder in diesem Fall hotel.de belegt werden, dann sollte es aber hurtig und äußerst zuvorkommend zugehen, dass man seinen Gast so haken- und ösenlos wie möglich ausquartiert.

    So, jenuch für heute…


  9. theFRAGGLE

    Wenn ich am Vortag bei meiner telefonischen Nachfrage „gewarnt“ worden wäre, wäre doch alles i.O. gewesen. „Sorry, alle Zimmer belegt, ABER wir haben Ihnen bereits ein Zimmer direkt nebenan blablabla reserviert.“ Aber nöö… „Ja, natürlich, mit Ihrer Reservierung ist alles OK!“


  10. Hotelblogger

    War bestimmt eine studentische Hilfskraft….. 😉

    Ich erzähle den Leuten auch immer erstmal: „Ja klar, geht alles!“ – und danach frage ich die Kollegen vom Haus, was wirklich geht 😉

    Aber mir sagt ja nie jemand vorher, wo die Grenze zwischen „Na klar, wir sind ein 5-Sterne-Haus!“ und „Nee, das machen wir gar nicht!!!“ liegt.



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