Braucht es erst einen Ruck bei swissblogpress?
Das erste Jahr war für swissblogpress kein wirklich gutes. Wurde man zuerst als elitärer Geheimbund verschrien, wurde es nachher ziemlich ruhig um und im Verein – es fehlten Konzepte und die aktive Unterstützung der Basis.
Vor knapp 4 Wochen setzten wir uns zusammen und formulierten nochmals Sinn und Zweck des Vereins: Verständnis über Blogs an die Öffentlichkeit bringen, sowie die Vernetzung der Blogger untereinander.
Da die Aufnahmekriterien für neue Blogs z.T. sehr willkürlich erscheinen, wurde auch beschlossen diese zu überdenken bzw. zu vereinfachen. Die Partnerschaft mit adImmersion zur Blog-Vermarktung konnte obendrein als erster echter Erfolg von sbp gewertet werden.
In den letzten Tagen gingen dann einige interne Diskussionen los, inwiefern sich jedes Mitglied aktiv im Verein beteiligen muss oder soll. Einige sehen sich eher als “stille Unterstützer”, zahlen ihren Mitgliedsbeitrag und wollen irgendwann mal von der Mitgliedschaft profitieren, also Ergebnisse sehen. Auf der anderen Seite ist der Verein jedoch noch so jung und klein, dass eine aktive Mitarbeiter aller Beteiligten fast unumgänglich ist. Solche unterschiedlichen Ansichten können einen Verein leicht zerreißen und zur Aufgabe zwingen, denn einige Mitglieder treten lieber aus, anstatt sich aktiv(er) einzubringen…
Neben dem unbefriedigenden Aufnahmeverfahren haben die jüngsten Diskussionen auch gezeigt, dass die gegenseitigen Erwartungshaltungen in unserem Netzwerk sehr unterschiedlich sind. Aus diesem Grund ist ein Teil des Vorstandes zurückgetreten (Christian Schenkel, Präsident; Roman Hanhart, Aktuar). Gleichzeitig wurde die dritte Aufnahmerunde sistiert. (SBP-Blog)
Ist das das Ende von swissblogpress? Ich denke nicht – im Gegenteil! Manchmal braucht es eben erst einen Ruck, um alle Beteiligten auf- und wachzurütteln. Ich bin sicher, dass wir eher gestärkt aus dieser Krise herauskommen – oder zumindest einen sauberen Schlussstrich ziehen und die Sache begraben. Letzteres wäre allerdings sehr schade und nicht wünschenswert.
Wir werden die Diskussion nun einige Tage ruhen lassen, die Emotionen beruhigen und uns im Oktober erneut zusammensetzen um über die Zukunft des Vereins zu reden, die Unterstützung der Basis abzufragen und evtl. die Aufnahmekriterien weniger scharf festzulegen.
Wir sind nämlich alles andere als elitär und je länger je mehr auf eine breite Basis angewiesen…
Am 7. September 2007 um 10:33 Uhr
Am 9. September 2007 um 12:02 Uhr